Besonders die Unwettersituationen der letzten Jahre über ganz Österreich haben die Bedeutung unserer Feuerwehren zur Unterstützung der Bevölkerung gezeigt. So hat der Kärntner Landesfeuerwehrverband die Freiwilligen Feuerwehren nicht nur in ihrer örtlichen Zuständigkeit für die Gefahrenabwehr in der Gemeinde organisiert, sondern es wurden bezirksweite Katastropheneinsatz-Züge zusammengestellt.

„Ziel dieser ebenfalls freiwilligen zusammengefassten KAT-Züge ist es, aus allen Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes einige Männer und Frauen zu einem starken Verband zusammenzuziehen, um für mehrere Tage in einem Katastrophengebiet in ganz Kärnten oder Österreich eingesetzt zu werden“, sagt der Kommandant des Spittaler KAT-Zuges BI (Brandinspektor) Harald Ebner.

Ebner - im Zivilberuf Servicesmanager bei der Firma Lindner Recyclingtech - hat für seinen KAT-Zug in wochenlanger Vorbereitung mit seinen Kommandanten eine zweitägige Übung am Truppenübungsplatz Marwiesen bei Feistritz/Drau ausgearbeitet. Am kommenden Wochenende werden die Alarmierung, die Formierung und die Übungsszenarien in Echtzeit und unter realistischen Bedingungen geübt. Der Einsatzbefehl für den Einsatzstab wird am Freitag, dem 06. Oktober 2017 zu Mittag erfolgen. Diese rund 15 Führungskräfte bereiten dann alles für das Einrücken der Mannschaft am Samstag in der Früh und die Verlegung nach Feistritz vor. Zwei Tage lang wird am Truppenübungsplatz Marwiesen und am Gelände einer Privatfirma geübt werden.

Die volle Stärke des Spittaler KAT-Zuges beträgt 75 Mann. „Für uns wäre es ein großer Erfolg, wenn von den rund 250 gemeldeten freiwilligen Helfern im Bezirk zumindest die volle Anzahl an Männern und Frauen zu dieser Übung einrücken würde. Dazu testen wir erstmals auch ein neues Alarmierungssystem mittels SMS mit Rückmeldeantwort,“ erklärt OBI Otto Kofler, der gemeinsam mit dem Bezirksfunkbeauftragten Ralf Pucher für die Administration des KAT-Zuges verantwortlich ist.

Für die Übung am Samstag und Sonntag werden die Gruppen 5 Aufgaben und Schulungen zu bewältigen haben: Für einen Hochwassereinsatz sind Großpumpen in Betrieb zu nehmen und Barrieren zu errichten. Am Gelände einer Abbruchfirma wird die Bergung von Verschütteten aus Trümmern und Schächten sowie das Pölzen von eingestürzten Gängen geschult werden.

Am Gelände der Firma Staber-Drautalkies wird die Situation eines Hauseinsturzes und einer Hangrutschung nachgestellt und mit schwerem Gerät Sicherungsmaßnahmen vorgenommen. Schließlich wird ein anderer Teil der Mannschaft einen angenommenen Waldbrand im Bereich des Truppenübungsplatzes bekämpfen.

Ein ganz wesentlicher Teil des Übungsablaufes ist die Verpflegung der Mannschaft. Untergebracht sind die Feuerwehrleute in den Lagercontainern am Truppenübungsplatz des Bundesheeres, mit dem es eine hervorragende Zusammenarbeit gibt. „Erstmals wird der KAT-Küchencontainer des Landesverbandes im Rahmen einer Übung in Betrieb genommen und das Essen daraus zubereitet. Wir haben das Glück, dass vier gelernte Köche uns während der Übung verpflegen werden!“, beschreibt Birgit Unterlerchner von der FF Kötzing den Teil ihrer Vorbereitungsarbeiten. Alleine der Einkauf für das Essen war herausfordernd. Schließlich soll auch das Kameradschaftliche anlässlich der Übung nicht zu kurz kommen.

Quelle: © BFKdo Spittal (Mag. Walter Egger); Bilder: © Michael Neuwirth

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