Alle 4 Jahre ist gemäß Straßentunnelsicherheitsgesetz eine Großübung in der für die Portalfeuerwehr zuständige Tunnelröhre durchzuführen. Somit fand heute nach 2009 und 2013 die 3. Übung nach dem Vollausbau mit 2. Tunnelröhren im Katschbergtunnel statt.

Das Übungsszenario wurde durch die ASFINAG vorbereitet, sodass die Feuerwehren im Vorfeld keine Kenntnis über die Unfallsituation hatten und wie im Realeinsatz somit mit einer vorerst unklaren Lage konfrontiert waren.

Lt. Mitteilung der Tunnelüberwachungszentrale war es auf Salzburger Seite - in Fahrtrichtung Villach - zu einem Unfall mit Brand gekommen und es war eine starke Rauchentwicklung gegeben. Über die LAWZ Salzburg und Kärnten wurden daraufhin die Portalfeuerwehren St. Michael/Lungau und Rennweg mit St. Peter/Oberdorf auf Kärntner Seite alarmiert. Zusätzlich wurde zur Unterstützung die Feuerwehr Eisentratten angefordert.

Vor Ort zeigte sich eine sehr starke Rauchentwicklung, sodass vorerst nur bis zur Rauchgrenze vorgefahren werden konnte und von dort der Löschangriff vorgetragen werden musste. Die künstliche Verrauchung war dabei so dicht, dass eine Orientierung nur entlang der Tunnelwand und der vorgetragenen Schlauchleitungen erfolgen konnte. Im Zulauf zum Brandort wurden auch einige Autos mit dort eingeschlossenen Personen vorgefunden, sodass entsprechend der aktuell gültigen Tunneleinsatztaktik nach dem Grundsatz "Brandbekämpfung zur Menschenrettung" vorgegangen wurde.

Es wurden sowohl von Salzburger, als auch Kärntner Seite Löschleitungen aufgebaut und mit dem ersten Löscherfolg wurde sofort mit der Personenrettung begonnen, welche mittels Fluchthauben über die Querschläge in die nicht betroffene Röhre erfolgte und dort an das Rote Kreuz übergeben wurden.

Summa summarum war es eine interessante und lehrreiche Übung, bei welcher sowohl die seit einigen Jahren in der Schweiz entwickelten Tunneleinsatztaktik (IFA-Standard) erprobt und das auf dieser Basis von den Portalfeuerwehren aufgesetzte Taktikkonzept beübt wurde. Insgesamt hat dies sehr gut funktioniert und die feuerwehrseitige länderübergreifende Zusammenarbeit hat bestens funktioniert. Kommunikationstechnisch schwierig ist wie auch in den Übungen davor die Funktechnik und somit die Kommunikation aus dem Tunnel hinaus zu den Portalen. Aufgrund der lauten Umgebung ist der Funkverkehr unter Atemschutz entsprechend schwierig durchzuführen.

Die Kommunikation mit den Salzburgern und den dort verwendeten Digitalfunk hat dank der für Rennweg und St. Peter/Oberdorf zur Verfügung gestellten Leihgeräte auch gut funktioniert.

Video zur Einsatzsituation von Salzburger Seite aus gedreht auf YouTube --> https://www.youtube.com/watch?v=rW2SXgPAf_A

Im Übungseinsatz waren:
FF St. Michael im Lungau mit den LZ Oberweißburg und St. Martin
FF Ramingstein mit ELF
FF Eisentratten
FF St. Peter/Oberdorf
FF Rennweg

Auf Kärntner Seite waren 20 Atemschutzträger mit Twin-Pack-Geräte eingesetzt (mindestens gleich viele ATS-Träger auch auf Salzburger Seite)

Weiters beteiligt waren:
Rotes Kreuz (Lungau und Spittal)
Polizei (API)
Bezirkshauptmannschaften (Tamsweg und Spittal)
ASFINAG

Bericht + Fotos: @ ÖA FF Rennweg

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