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Für Teile in Oberkärnten noch immer keine Entspannung

IMG 20191119 WA0003In der Nacht von Montag auf Dienstag war erstmals für die Einsatzkräfte im Bezirk Spittal etwas entspannung angesagt. Obwohl es nach Mitternacht leicht zu regnen bzw. zu schneien angefangen hat, sind keine weiteren Einsätze hinzugekommen.

Dennoch beibt die Lage angespannt, da es nach wie vor jederzeit im oberen Mölltal, Drautal, im Liesertal und im Gebiet zwischen Millstatt und Bad Kleinkirchheim zu Hangrutschungen und Vermurungen kommen kann. Auch die Lawinengefahr bleibt aktuell sehr hoch. Viele Straßensperren sind noch aufrecht. Heiligenblut und Mallnitz sind beispielsweise nach wie vor nicht am Straßenweg erreichbar. Auch die ÖBB-Tauernstrecke ist noch gesperrt.

Die Befliegungen mit Hubschraubern des Bundesministeriums für Inneres und des Bundesheeres haben gestern ernüchternde und dramatische Bilder aus der Luft gezeigt. Praktisch in jeder Ortschaft hat es Murenabgänge, Überschwemmungen und Hangrutschungen gegeben, die manchmal bis in die Ortsskerne Verwüstungen angerichtet haben. Viele Nebenstraßen sind unterspült und unpassierbar. Die Geschiebesperren der Wildbachverbauung haben über weite Teile ihre Funktion erfüllt und das Geschiebe aus den Seitenbächen zurückgehalten. Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober berichtet: „Herzlichen Dank an die Hubschrauberbesatzungen des Innenministeriums und des Bundesheeres für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Aber wenn man das dramatische Ausmaß der Verwüstungen in den Ortschaften und bei den Gehöften sieht, müssen wir alle froh sein, dass es nicht nicht mehr Verletzte oder Opfer gegeben hat.“

In Heiligenblut gab es in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Einsatz für einen medizinischen Notfall. Ein dreijähriger Junge musste mit einem Blinddarmdurchbruch mittels Hubschrauber in der Nacht ausgeflogen werden. Die Feuerwehr Heiligenblut hat die Landesstraße für die Landung des Hubschraubers hergerichtet und ausgeleuchtet. Die Rettungskette hat sehr gut funktioniert und der kleine Patient mit dem Hubschrauber C11 ins Klinikum Klagenfurt gebracht.

Heute Dienstag werden wieder mit Hubschraubern Transportflüge für die Versorgung mit Medikamenten, Lebensmitteln und Treibstoff durchgeführt sowie Erkundungsflüge für die Gemeinden des Möll- und Drautales.

Die Pioniere aus Villach werden die Straßenverwaltung im Bereich Obervellach unterstützen um die Bundestraße nach Mallnitz frei zu bekommen. Dazu werden 20 Mann mit schwerem Gerät und Motorsägen in der Früh erwartet. Experten der Wildbach werden die Arbeiten unterstützen. Sie werden das Gelände an der Straße und oberhalb ständig beobachten und beurteilen, da es jederzeit zu Nachrutschungen kommen könnte. Die Räumung der Straße wird vermutlich mehrere Tage dauern.

Die Mölltalbundestraße ist zwischen Obervellach und Winklern für PKWs über eine Ausweichstrecke mit Hilfe eines Lotsendienst befahrbar.

In der Früh trifft sich wieder der Einsatzstab unter der Führung von Bezirkshauptmann Dr. Klaus Brandner und dem KAT.-Referenten Mag. Markus Lerch im Feuerwehrhaus Spittal. Hier werden die Flugeinsätze nach Prioritäten gereiht und koordiniert. Auch die Experten der Wildbachverbauung, die Geologen des Landes und Mitarbeiter des Stromnetzbetreibers werden für die Beurteilung der Situation in den Gemeinden an den Besprechungen teilnehmen.

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