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Unwetter in Radenthein und Bad Kleinkirchheim

2022 07 22 08.15.45Am Donnerstag, dem 21.07.2022 gingen starke Niederschläge im Bereich des Langalmtales und St. Oswald nieder. Kurz nach 19 Uhr wurden die ersten Feuerwehren zu Unwettereinsätzen im Bereich des Langalmtals und St. Oswald alarmiert.

Nachdem bekannt wurde, dass sich die Wassermassen in Form einer Flutwelle aus den beiden Tälern Richtung Radenthein bewegten, wurden alle Feuerwehren der Stadtgemeinde Radenthein sowie auch die Wasserrettung Ferndorf und Döbriach alarmiert, um die Straßen und Brücken entlang der Bachläufe bis in den Millstätter See gemeinsam mit den Kräften der Polizei zu sperren und zu beobachten. Mehrere Häuser mussten durch die Einsatzkräfte evakuiert werden. Da der weitere Anstieg des Wassers nicht absehbar war, wurde, um die Bevölkerung zu warnen, Zivilschutzalarm für Radenthein, Untertweng und Döbriach ausgelöst.

Leider mussten die Einsatzkräfte trotz des Zivilschutzalarmes immer wieder Schaulustige von den Bächen wegschicken und mussten Uneinsichtigkeit für die Maßnahmen und Straßensperren erleben.

Im Bereich Bad Kleinkirchheim konnten die Einsatzkräfte bereits in den Nachtstunden nach der Abnahme des Wasserpegels mit den Aufräumarbeiten bei den betroffenen Objekten beginnen. In Kaning wurde mit schwerem Gerät eine notdürftige Befahrbarkeit der Landesstraße für Einsatzfahrzeuge hergestellt. Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit konnte das gesamte Schadenausmaß und die Gefährdungslage nicht mehr abgeschätzt werden, weshalb der Zivilschutzalarm und die Straßensperren die gesamte Nacht aufrecht blieben. Nach den ersten Erkundungsflügen bei Tageslicht konnte der Alarm für die Bevölkerung aufgehoben werden, mit dem Hinweis im Bereich der Bäche höchste Vorsicht walten zu lassen.

Im Langalmtal wurden die Weganlagen und der beliebte Mühlenwanderweg stark beschädigt. Einige Personen waren auch in den bewirtschafteten Hütten eingeschlossen und konnten mit dem Polizeihubschrauber evakuiert werden. In Bad Kleinkirchheim wurden bei einem Hoteltriebtrieb und mehreren Wohnhäusern der Keller überflutet. Bei einem Biobauernhof wurde die gesamte Molkerei und das Wohnhaus schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Am darauffolgenden Freitag sowie auch am Samstag und Sonntag standen zahlreiche Freiwillige im Einsatz, um eine rasche Beseitigung der Schäden zu ermöglichen und die Häuser und Orte wieder erreichbar zu machen. Weiters wurde im Bereich der Waldwegsiedlung ein mobiler Hochwasserschutz aufgebaut und die Häuser bei eventuellen weiteren starken Niederschlägen vor einem Wassereintritt zu schützen. Die weiteren Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät sind durch die zuständigen Behörden im Gange.

Alleine am Donnerstag und Freitag standen insgesamt über 400 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Kleinkirchheim, Patergassen, Ebene Reichenau, St. Peter ob Radenthein, Untertweng, Radenthein, Kaning, BTF Veitsch-Radex, Döbriach, Millstatt, Obermillstatt, Lieserhofen sowie der Wasserrettung Ferndorf und Döbriach, der Bergrettung Nockberge, der Polizei und des Roten Kreuzes im Einsatz.

Bericht + Bilder: ÖA-Team, AFKdo Millstatt-Radenthein

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